Leichte Wanderungen (T1 - T2) 0

Hahnenmoospass mit Besteigung des Regenboldshorns


Der Hahnenmoospass, der Adelboden mit Lenk verbindet, ist ein außerordentlich attraktives Wanderziel, da sich durch die gute Seilbahnanbindung in alle Richtungen vielfältige Tourenmöglichkeiten bieten. Möchte man ihn ohne Seilbahnbenützung von Adelboden her erwandern, so folgt der übliche Weg dem Gilsbach, entlang an den Stationen Bergläger und Geils – der direkteste, aber auch der frequentierteste Weg. Eine stille und wesentlich attraktivere Alternative bietet der Weg über das Höchsthorn und den Throneggrat, bei dem man gleich noch das nahe Regenboldshorn besteigen kann.

 HahnenmoospassÜberblick über die Tour

 

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Ein strahlender Tag – genau richtig für eine lange Tour! Los geht’s von unserer Ferienwohnung in Adelboden, zuerst hinab zum tief eingeschnittenen Gilsbach und direkt wieder auf der anderen Seite hinauf zu einem ehemaligen Kiosk im Ortsteil Fuhren (1325 m). Wir folgen der Beschilderung „Chuenisbärgli“ und queren nach links am Hang entlang zum sogenannten „Weltcuptrail“, der dem Verlauf der Weltcupabfahrt ziemlich steil und direkt folgt und an verschiedenen Stationen über diese informiert. Alternativ und weniger steil erreicht man das Chenisbärgli auch über die Straße. Wir kommen ganz schön ins Schwitzen und bestaunen den steilen Abhang des „Kanonenrohrs“ – die Schlüsselstelle der Abfahrt.

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Querung hinüber zum Weltcuptrail, im Hintergrund Engstligenfall und Wildstrubel

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Der Weltcuptrail führt denkbar direkt – nämlich geradeaus – den Hang hinauf

Gegen 9:30 Uhr stehen wir am Starthäusschen der Abfahrt auf dem Chuenisbärgli (1739 m). Einige große Schleifen später, um 10 Uhr stehen wir auf dem Höchsthorn (1912 m) und legen erst einmal eine Pausen ein, denn der Aufstieg hat uns gefordert. Die Aussicht von hier ist grandios, links ganz nah das Albristhorn und das Gsür, unten im Tal Adelboden und rechts der Lohner.

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Die Sicht wird nun immer besser, hier im Hintergrund der Lohner

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Tief unten im Tal der Ortsteil Schermtanne, im Hintergrund links das Albristhorn und rechts das Gsür

296Pause auf dem Höchsthorn, mit toller Sicht auf Adelboden

Nach etwa 20 min geht es weiter zum nahen Troneggrat (1964 m), der das Höchsthorn mit dem Fitzer verbindet. Von dort genießt man einen tollen Ausblick hinüber auf den Engstligenwasserfall und man kann schon gut den weiteren Wegverlauf ausmachen. Der Grat ist äußerst gutmütig und nie ausgesetzt, in der Regel bleibt der Weg unterhalb der Gratkante. Schon bald geht es bergab, immer in schräger Linie hinab zur Alpe Bütschi, die wir um 11:30 Uhr erreichen.

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Weiter geht’s zum Throneggrat, im Hintergrund der Fitzer

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Genialer Blick hinüber zur Engstligenalp

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Auf dem Throneggrat

314Der Abstieg hinab zur Alpe Bütschi (rechts) führt durch duftende Wildblumen

Nun zumeist sanft ansteigend den Talgrund hinauf, der sich gegen Ende jedoch noch einmal böse zieht. So sind wir denn auch froh, als wir endlich den Sattel des Luegli (ca. 2075 m, 12:15 Uhr) gewinnen. Hier zweigt der „Aeugi-Lowa-Weg“ ab, der über den Bummerengrat und das Äugi hinüber zur Ammertenspitz führt – eine lohnende, aber anspruchsvolle Tour. Für ein Kind in der Kraxe aber natürlich nicht geeignet, also begnügen wir uns mit dem Anstieg zum Regenboldshorn.

317Rückblick ins Bütschi, im Hintergrund ist der Throneggrat zu erkennen

Dazu umrunden wir selbiges zunächst einmal, um zum Bummerenpass (2055 m) auf seiner Rückseite zu gelangen. Ein letzter, steiler Grashang leitet dann hinauf zu dem winzig kleinen Gipfelplateau (2193 m, 12:45 Uhr). Nach kurzer Fotopause geht es wieder hinab zum Bummerenpass und von dort rasch zum Hahnenmoospass (1956 m), den wir um 13:30 Uhr erreichen. Jetzt wird erst einmal ausgiebig Rast gemacht! Für den Abstieg gönnen wir uns die Fahrt mit der Seilbahn (16 CHF p.P. Stand 2018), allerdings fährt diese nur vom Hahnenmoos nach Geils bzw. von Bergläger nach Adelboden sodass die Strecke Geils – Bergläger zu Fuß bewältigt werden muss (ca. 30 min). Aber bergab geht es ja bekanntlich von selbst, sodass diese kein allzu großes Problem darstellt. Trotzdem sind wir froh, als wir gegen 15:30 wieder unsere Ferienwohnung erreichen.

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