Wandern in Rheinhessen 0

Vendersheim – Wißberg – Gau-Weinheim – Vendersheim

Die nähere Umgebung von Sprendlingen wird vom markant aufragenden Wißberg dominiert. Dieser ist mit 270 m die zweithöchste Erhebung in Rheinhessen und bietet Ausblicke vom Donnersberg über den Rotenfels und Hunsrück bis hin zum Rheingau. Unsere Wanderung nähert sich dem Wißberg aus östlicher Richtung von Vendersheim ausgehend, umrundet den Gipfel auf dem Panoramaweg und führt mit einem Schlenker über Gau-Weinheim und Wallertheim schließlich wieder zurück nach Vendersheim. Sie nutzt dabei über weite Strecken die ausgeschilderten Wanderwege der „Erlebniswelt Wißberg“.

Vom Parkplatz an der evangelischen Kirche in Vendersheim nehmen wir den rechten Abzweig von Weg Nr. 5 und gehen über einen zementierten Weg (Johannesweg) steil den Berg hinauf, passieren den Friedhof und erreichen schon bald den Vendersheimer Weinbergsturm. An diesem verzweigt sich der Weg. Nr. 5 biegt hier nach links ab, wir aber halten uns rechts und biegen an der nach wenigen Metern folgenden, erneuten Gabelung nochmals rechts ab. Wir nehmen die 3. Abzweigung nach links (nach ca. 600 m) und folgen dem zementierten Weg abwärts. Nach etwa 650 m erreichen wir das hübsche Weinbergshäuschen „Am Gigser“.

Gleich zu Beginn treffen wir auf den Vendersheimer Weinbergsturm

Von dort geniesst man eine tolle Aussicht – hier der Blick nach Vendersheim

Das Wingertshäuschen „Am Gigser“ ist sicher eines der schönsten seiner Art in Rheinhessen

Das Weinbergshäuschen am Wolfsheimer Hausberg „Gigser“ bietet nicht nur eine grandiose Aussicht, sondern kann seit dem 01.03.2017 auch für standesamtliche Eheschließungen verwendet werden. Bereits seit 2015 ist das Wingertshäuschen an der Via Vinea am Wißberg in Sprendlingen gern genutzte offizielle Außenstelle des VG-Standesamtes. Aufgrund der hohen Nachfrage wurde das Angebot auf das Weinbergshäuschen „Am Gigser“ ausgeweitet.

Direkt oberhalb des Häuschens links ab auf einen Grasweg. Dieser mündet in einen zementierten Weg – jetzt rechts ab, weiter bergab. An der kurz darauf folgenden T-Kreuzung links, den Berg hinauf. An dem Wegweiser treffen wir wieder auf Weg Nr. 5, biegen rechts ab und folgen diesem in Richtung Wißberg, der sich jetzt vor uns aufbaut. Nach 750 m treffen wir auf die Landstraße. Geradeaus bzw. leicht schräg links über diese hinweg. Nun beginnt der Aufstieg auf den Wißberg. Wir folgen dem breiten Weg den Berg hinauf, bis wir auf einen Wegweiser an einer quer verlaufenden Baumgruppe treffen. Hier verlassen wir Weg Nr. 5 und biegen nach rechts ab, um den Wißberg Panoramaweg (P) zu verfolgen.

Blick auf Wolfsheim vom Wißberg Panoramaweg

Es geht nun immer entlang der Bäume zunächst ein Stück den Berg hinab, dann links. Nach 200 m treffen wir auf eine Straße. Hier erneut links, wenige Meter auf der Straße den Berg hinauf, dann wieder rechts. Wir tauchen nun in die Bäume ein; teilweise bildet der Weg einen regelrechten grünen Tunnel.

„Grüner Tunnel“

Rechterhand taucht immer wieder einmal das Panorama Richtung St. Johann auf, links können wir ab und zu die Golfer auf dem Golfplatz beobachten. Es geht jetzt einen guten Kilometer immer geradeaus, einmal muss dabei eine Schranke – je nach Größe – über- oder unterquert werden. Schließlich taucht der Weg aus den Bäumen auf und man steht vor Weinreben. Hier fehlt die Markierung „P“. Man erkennt diesen Punkt auch daran, dass ca. 150 m vor einem ein großes, braunes Kreuz auftaucht. Wir biegen nach links und nach kurzer Zeit wieder nach rechts ab (hier ist wieder eine Markierung). Der Weg führ noch ein Stück weit bergab; dabei genießen wir einen tollen Ausblick auf den Donnersberg und auf Sprendlingen.

Toller Ausblick auf Donnersberg…

…und Sprendlingen. Im Hintergrund der Hunsrück

Wir erreichen einen weiteren Wegweiser. Hier biegt der Weg Nr. 2 nach Sprendlingen ab, wir halten uns jedoch links und folgen weiterhin dem Weg „P“. Nach ca. 750 m – an einem Häuschen – gabelt sich der Weg. Wir verlassen nun den Panoramaweg und schlagen Weg Nr. 1 nach links den Berg hinab ein. Rechterhand taucht die malerische Kreuzkapelle auf.

Die Gau-Bickelheimer Kreuzkapelle ist wunderschön an den Hängen des Wißbergs gelegen. Im Hintergrund Gau-Weinheim

Die Kreuzkapelle

Die Kreuzkapelle, aus Sandstein gebaut und mit einem roten Ziegeldach versehen, ist das Wahrzeichen der Gemeinde Gau-Bickelheim. Sie wurde im Jahre 1755 erbaut. Durch die kriegerischen Ereignisse im Verlaufe der Französischen Revolution wurde sie jedoch bereits nach 40 Jahren zerstört. 1856/1857 begann man das zerstörte Gotteshaus wieder aufzubauen. Doch bereits Ende des 19. Jahrhunderts war der Bau vom Einsturz bedroht und musste 1893 abgebrochen werden. Die nun zwischen 1907 und 1910 errichtete Kapelle wurde in den siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts von Grund auf restauriert. Den Weg zur Kreuzkapelle, die ein häufig besuchter Wallfahrtsort ist, säumen vierzehn Kreuzwegstationen, die im Jahre 1862 errichtet wurden.

Wir erreichen die Kapelle nach einer Rechtsschleife. Kurz unterhalb verlassen wir Weg Nr. 1 und biegen nach links auf Weg Nr. 7 ab. Nach 700 m erreichen wir den linkerhand gelegenen „Seminar Pavillon“, der sich sehr gut für eine Rast eignet.

Der „Seminar Pavillon“

Hier rechts und auf zementiertem Weg hinab nach Gau-Weinheim. Wir betreten den Ort am Friedhof, dahinter sind überdies die Pfarrkirche St. Katharina und der Gemeindeturm zu sehen.

Es geht bergab nach Gau-Weinheim

Im sogenannten Gemeindeturm, ein aus dem Mittelalter stammender Wehrturm, besitzt der Ort noch einen alten Eckturm des ehemals die Kirche umschließenden Wehrfriedhofs. Im Jahre 1749 wurde er zum Glockenturm umgebaut. Er diente früher beiden Konfessionen als Glockenturm, während er heute nur noch die Gemeindeglocke beherbergt. Das Besondere an ihm ist, dass er sich allmählich zur Seite neigt – und in Anlehnung an den in Pisa – heute der „schiefe Turm“ genannt wird.

Wir folgen der Straße „Böllberg“ geradeaus ins Zentrum und treffen dort auf die Hauptstraße „Untere Pforte“. Weiter geradeaus. Wir verlassen Gau-Weinheim und biegen ca. 100 m nach den letzten Häusern nach links auf Weg Nr. 6 ab. Nun etwa 1,4 km geradeaus den Berg hinauf, bis sich der geteerte Weg in Form einer T-Kreuzung teilt. Wir nehmen den linken Abzweig und laufen auf die Bäume, die den Vendersheimer Bach säumen (dieser wird wohl nur nach ausgiebigen Regenfällen zum Bach), zu. Eine Markierung weist den Weg auf die rechte Seite des Bachlaufs, dem wir von nun an folgen. Nach 800 m wechseln wir von der rechten auf die linke Seite des Bachs und wandern weiter an diesem entlang, bis wir auf einen zementierten Querweg treffen. Hier links in Richtung Vendersheim. Ist der Weg entlang des Bachlaufs stark zugewachsen, kann an dem Punkt, von dem aus man von der rechten auf die linke Bachseite wechselt auf einen zementierten Weg ausgewichen werden. Dazu an dieser Stelle dem hier einsetzenden Zementweg folgen und an der ersten Möglichkeit rechts abbiegen, um parallel zum Bachlauf zu wandern. An der folgenden Kreuzung trifft man wieder auf den Wanderweg und folgt ihm links abbiegend in Richtung Vendersheim. Wir nähern uns Vendersheim leicht ansteigend.

Fast geschafft – ein letzter Anstieg leitet hinauf nach Vendersheim

Am Ortseingang verzweigt sich der Weg: Nr. 6 biegt hier nach rechts ab, wir jedoch wählen den linken Weg und biegen nach 80 m wieder nach rechts ab. Es geht geradeaus den Berg hinauf (Am Hirtengraben), bis wir schließlich auf die Hauptstraße treffen. Hier nach links zum Parkplatz.

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